Lucian Freud

Lucian Freud

Der Blick fiel auf Haut wie auf Landschaft. Lucian Freud, geboren 1922 in Berlin als Enkel Sigmund Freuds, emigrierte 1933 mit seiner Familie nach England und wurde dort zu einem der bedeutendsten figurativen Maler des 20. Jahrhunderts. Seine Mutter und sein Vater sorgten dafür, dass die Familie in Großbritannien Fuß fasste, doch die frühe Entwurzelung hinterließ Spuren. Über Jahrzehnte malte er Frauen, Männer und Kinder aus seinem engsten Umfeld, oft in Sitzungen, die sich über Monate erstreckten. Was andere als Porträt verstanden, war für ihn etwas anderes, eine Befragung dessen, was ein Körper preisgibt, wenn man lange genug hinsieht.

Wichtige Werke und Ausstellungen

Freuds Werk umfasst Porträts, Akte und gelegentlich Stillleben oder Tiere, wobei der menschliche Körper stets im Zentrum blieb. Seine Herangehensweise wandelte sich über die Jahrzehnte, von feiner Linienzeichnung hin zu dichtem, pastos aufgetragenem Farbauftrag. Wiederkehrend ist das Gefühl einer Nähe, die zugleich Distanz wahrt, ein Ansatz, der weder beschönigt noch urteilt. Die Arbeiten befinden sich heute in bedeutenden Sammlungen weltweit.

 

  • Girl with a Kitten (1947) – Tate, London
  • Man with a Thistle (1946) – Tate, London
  • Portrait of Kitty (1948–49) – Privatbesitz
  • Girl with a White Dog (1951–1952) – Tate, London
  • Interior in Paddington (1951) – Walker Art Gallery, Liverpool
  • Naked Man with Rat (1977–1978) – Art Gallery of Western Australia, Perth
  • Benefits Supervisor Sleeping (1995) – Privatbesitz
  • After Cézanne (1999–2000) – National Gallery, London

Lucian Freuds künstlerische Entwicklung

Der Weg vom Berliner Emigrantenkind zum einflussreichsten figurativen Maler Londons verlief keineswegs geradlinig. Freuds künstlerische Herangehensweise veränderte sich in jeder Dekade, wobei jeder Stilwechsel auf konkrete Begegnungen, persönliche Umbrüche und eine rastlose Unzufriedenheit mit dem bereits Erreichten zurückging. Seine Entwicklung lässt sich am besten verstehen, wenn man die einzelnen Phasen nicht isoliert betrachtet, sondern als Reaktionen aufeinander liest.

 

Lucian Freuds frühe Werke und der Einfluss des Surrealismus

Nach der Emigration aus Berlin erhielt Lucian Freud 1939 die britische Staatsbürgerschaft. Der junge Freud wuchs in einem Umfeld auf, das von intellektuellem Austausch und dem Bewusstsein um die eigene Vertreibung geprägt war. Sein Vater Ernst, ein Architekt, und seine Mutter Lucie sorgten dafür, dass die Familie in London Fuß fasste, doch die Entwurzelung hinterließ Spuren, die sich später in der eindringlichen Beobachtung menschlicher Verletzlichkeit zeigen sollten.

 

Ausbildung an Londoner Kunstschulen

Freuds künstlerische Ausbildung begann an der Central School of Art in London, wo er jedoch nur kurz blieb. Prägender wurde sein Studium an der East Anglian School of Painting and Drawing in Dedham unter Cedric Morris, einem Maler, der seinen Schülern vor allem eines beibrachte: genau hinzusehen. Später besuchte Freud auch das Goldsmiths College. Schon in diesen frühen Jahren zeigte sich sein Interesse an figurativer Darstellung und eine fast obsessive Aufmerksamkeit für Details. Während viele seiner Kommilitonen mit Abstraktion experimentierten, zeichnete Freud Pflanzen, Tiere und Gesichter mit einer Präzision, die an botanische Illustrationen erinnerte.

 

Der lineare Stil der 1940er Jahre und die Neue Sachlichkeit

Die Bilder der 1940er Jahre, darunter Girl with a Kitten und Man with a Thistle, zeigen einen Stil, der weniger vom Expressionismus beeinflusst war, als oft behauptet wird. Viel stärker wirkte die deutsche Neue Sachlichkeit nach, jene Strömung der Weimarer Republik, die auf kühle, präzise Beobachtung setzte statt auf emotionale Übersteigerung. Freuds Frühwerk teilt mit Malern wie Otto Dix und Christian Schad die glasklare Linienführung, die gedämpften Farben und den unsentimentalen Blick auf das Modell. Die Figuren in diesen kleinformatigen Bildern wirken wie eingefroren, ihre großen Augen starren den Betrachter an, als wäre der Moment zwischen Intimität und Unbehagen festgehalten. Das Ergebnis ist eine eigentümliche Spannung, die weniger auf Farbe als auf Zeichnung beruht.

 

Kitty Garman als Muse der frühen Schaffensphase

Eine zentrale Rolle in dieser Phase spielte Kitty Garman, Freuds erste Ehefrau und Tochter des Bildhauers Jacob Epstein. Sie wurde zum wiederkehrenden Motiv seiner frühen Porträts. In Portrait of Kitty und Girl with a White Dog malte er sie mit einer Mischung aus Zärtlichkeit und analytischer Distanz. Ihr Gesicht, mit den weit geöffneten Augen und dem stillen Ausdruck, wurde zum Inbegriff seiner frühen Bildwelt. In Girl with a White Dog sitzt Kitty in einem schlichten Morgenmantel, eine Brust entblößt, neben ihr ein weißer Bullterrier. Das Bild wirkt privat und zugleich wie inszeniert, eine Spannung, die Freud sein ganzes Leben lang kultivierte.

 

Der stilistische Wandel zum pastosen Farbauftrag in den 1950er Jahren

Um die Mitte der 1950er Jahre vollzog Freud einen Wandel, der seine Malerei grundlegend veränderte. Er legte die feinen Zobelpinsel beiseite und griff zu kräftigen Borstenpinseln. Die dünnen, fast aquarellartig aufgetragenen Farbschichten wichen einem pastosen Farbauftrag, bei dem die Farbe so dick auf die Leinwand kam, dass sie fast wie modelliert wirkte. Man kann sich den Unterschied etwa so vorstellen. Wo vorher eine Tuschezeichnung gewesen war, stand nun ein Relief.

 

Dieser Stilwechsel hatte mehrere Gründe. Zum einen faszinierte Freud die Möglichkeit, mit Farbe selbst Körperlichkeit zu erzeugen. Zum anderen suchte er nach einem Ansatz, der die langen Sitzungen mit seinen Modellen sichtbar machte. Jede Sitzung hinterließ ihre Schicht auf der Leinwand, und das fertige Bild trug die Spuren der gemeinsam verbrachten Zeit wie geologische Ablagerungen. Die Bilder gewannen dadurch ein Gefühl von physischer Präsenz, das die linearen Frühwerke nicht erreicht hatten.

 

Lucian Freud und Francis Bacon in Rivalität und gegenseitigen Porträts

Die Beziehung zu Francis Bacon war für Freuds Entwicklung in dieser Phase entscheidend. Die beiden lernten sich in den späten 1940er Jahren in Londons Soho kennen, in einer Welt aus Pubs, Spielhallen und nächtlichen Gesprächen. Bacon, ein Jahrzehnt älter, war damals bereits berühmt für seine verzerrten Figurenbilder. Freud bewunderte Bacons Risikobereitschaft, die Bereitschaft, eine Leinwand zu ruinieren, um etwas Unerwartetes zu finden.

 

Beide Künstler porträtierten sich gegenseitig. Bacons Triptychon Three Studies of Lucian Freud, gemalt 1969, wurde 2013 für 142 Millionen Dollar versteigert und gehört zu den teuersten Gemälden der Geschichte. Freuds Porträt von Bacon zeigt den Freund mit gesenktem Blick, konzentriert und fast verletzlich, ein ungewöhnlicher Anblick für einen Mann, der sich sonst hinter Provokation und Charme verbarg. Ihre Freundschaft kühlte in späteren Jahren ab, doch der künstlerische Austausch blieb als Erbe in beider Werk sichtbar.

 

Die monumentalen Akte des Spätwerks

Ab den 1980er Jahren wuchsen Freuds Leinwände, und mit ihnen die Körper auf der Bildfläche. Die Aktdarstellungen dieser Zeit gehören zu seinen bekanntesten Arbeiten. Die Modelle liegen oft auf abgenutzten Sofas oder Matratzen, in Posen, die weniger an klassische Aktmalerei erinnern als an Erschöpfung oder verletzliche Hingabe.

 

Benefits Supervisor Sleeping und die Porträts von Sue Tilley

Das berühmteste Beispiel dieser Phase ist Benefits Supervisor Sleeping von 1995. Das Modell, die Londoner Sozialarbeiterin Sue Tilley, ruht auf einem durchgesessenen Sofa, ihre massige Figur nimmt fast die gesamte Bildfläche ein. Freud malte ihren Körper mit derselben Aufmerksamkeit, die ein Landschaftsmaler einem Gebirge widmen würde. Jede Hautfalte, jede Verfärbung, jedes Gewicht wird sichtbar, ohne Urteil und ohne Beschönigung. 2008 erzielte das Gemälde bei Christie’s einen Preis von 33,6 Millionen Dollar und war damit zeitweise das teuerste Werk eines lebenden Künstlers. Neben Sue Tilley porträtierte Freud auch den australischen Performance-Künstler Leigh Bowery, dessen voluminöser Körper und exzentrische Persönlichkeit weitere Beispiele für Freuds unkonventionelle Modellauswahl lieferten.

 

Lucian Freuds Radierungen und Zeichnungen als eigenständiger Werkkomplex

Neben der Malerei entwickelte Freud einen eigenständigen grafischen Werkkomplex. Seine Radierungen, im Englischen etchings genannt, entstanden oft parallel zu den Gemälden und zeigen dieselben Modelle in ähnlichen Posen. Doch das Medium verlangte eine andere Herangehensweise. Wo die Malerei mit Farbschichten arbeitete, musste die Radierung mit Linien auskommen. Freud ritzte seine Figuren direkt in die Kupferplatte, Strich für Strich, und baute Volumen durch eng gesetzte Schraffuren auf. Das Ergebnis erinnert an Rembrandts Druckgrafik, ein Vergleich, den Freud nicht scheute. Besonders seine Selbstporträts in Radierung, darunter mehrere im Spiegel betrachtete Kopfstudien, gehören zu den eindringlichsten Arbeiten dieses Mediums im 20. Jahrhundert.

 

Späte Retrospektiven und internationale Anerkennung

Seit den 1980er Jahren zeigten große Museen weltweit Freuds Werk in umfassenden Retrospektiven. Die Tate Britain in London, das Museum of Modern Art in New York und das Centre Pompidou in Paris widmeten ihm Einzelausstellungen. 2001 entstand auf Einladung des Buckingham Palace ein Porträt der Queen, das für Kontroversen sorgte. Das kleine Bild zeigt die Königin ohne die übliche Idealisierung königlicher Porträts, mit schwerem Blick und sichtbaren Altersspuren. Die britische Presse war gespalten, doch Elizabeth II. soll das Werk geschätzt haben. In Venedig wurde Freud im Rahmen der Biennale gewürdigt, und seine Ausstellungen in der Royal Academy markierten Höhepunkte im Londoner Kunstkalender.

 

Stilmerkmale von Lucian Freud

Lucian Freuds Malstil und Technik lassen sich an einigen wiederkehrenden Merkmalen festmachen, die sein gesamtes Werk durchziehen, auch wenn sich die Mittel im Laufe der Jahrzehnte veränderten.

 

Kennzeichnend ist zunächst die radikale Körperdarstellung. Freud malte den menschlichen Körper mit einer Genauigkeit, die weder beschönigt noch karikiert. Haut erscheint in seinen Bildern als lebendige Oberfläche mit eigener Farbigkeit, von Rosatönen über Grünschimmer bis hin zu bläulichen Adern. Der pastose Farbauftrag verstärkt diesen Eindruck, denn die dicken Farbschichten erzeugen eine fast greifbare Körperlichkeit.

 

Dazu kommt eine Vorliebe für intime Bildräume. Die meisten Szenen spielen in einfachen Atelierräumen oder Schlafzimmern, oft mit abgenutzten Möbeln und nackten Wänden. Dadurch richtet sich die gesamte Aufmerksamkeit auf die Figur. Auch Stillleben und Tiere tauchen gelegentlich auf, meist als Ergänzung zum menschlichen Modell, nie als reines Dekor. Freuds Bilder erzeugen eine Spannung zwischen Nähe und Distanz. Die Modelle scheinen dem Betrachter ausgeliefert, und gleichzeitig wirken sie in sich versunken, als existiere die Außenwelt nicht.

 

Techniken und Materialien

Die technische Entwicklung in Freuds Werk vollzog sich in klar erkennbaren Phasen, die jeweils auf veränderte künstlerische Absichten zurückgingen.

 

In den 1940er Jahren arbeitete Freud mit feinen Zobelpinseln und dünnen Farbschichten auf relativ kleinen Leinwänden. Die Ergebnisse erinnerten in ihrer Präzision an altmeisterliche Zeichnungen. Ab Mitte der 1950er Jahre wechselte er zu kräftigen Borstenpinseln und einer Impasto-Malerei, bei der die Ölfarbe so dick aufgetragen wird, dass sie plastische Strukturen auf der Leinwand bildet. Häufig begann ein Bild mit einer Kohlezeichnung, die dann schrittweise unter Farbschichten verschwand.

 

Freud nutzte bewusst die Technik des Chiaroscuro, also den gezielten Einsatz von Hell-Dunkel-Kontrasten, um Volumen und Tiefe zu erzeugen. Sein Atelier in der Londoner Kensington Church Street war spartanisch eingerichtet, mit Nordlicht, das gleichmäßig auf die Modelle fiel. Neben der Ölmalerei auf Leinwand schuf Freud eine beachtliche Anzahl von Radierungen auf Kupferplatten, die er eigenhändig ritzte, ein Arbeitsprozess, der ebenso zeitintensiv war wie seine Malerei.

 

Freuds Einfluss und Vermächtnis

Lucian Freuds Bedeutung für die figurative Malerei lässt sich an konkreten Wirkungen ablesen, die weit über persönliche Bewunderung hinausgehen. In einer Kunstwelt, die seit den 1960er Jahren von Abstraktion, Konzeptkunst und Pop Art geprägt war, hielt er an der Darstellung des menschlichen Körpers fest und bewies, dass figurative Malerei kein Rückfall in vergangene Zeiten sein musste.

 

Die School of London als künstlerisches Netzwerk

Freud gehörte zur sogenannten School of London, einer losen Gruppierung figurativer Maler, zu der auch Francis Bacon, Frank Auerbach, Leon Kossoff und Michael Andrews zählten. Der Begriff, geprägt vom Künstler R.B. Kitaj, beschrieb keine Schule im institutionellen Sinn, sondern eine Haltung. Diese Bewegung von Künstlern teilte die Überzeugung, dass die Darstellung des menschlichen Körpers und des städtischen Lebens weiterhin relevante Themen der Malerei waren.

 

Sie beeinflussten sich gegenseitig, besuchten sich in ihren Ateliers und diskutierten über Arbeit, doch jeder entwickelte einen unverwechselbaren eigenen Stil. Auerbach etwa baute seine Farbe in noch dickeren Schichten auf als Freud, während Kossoff die Londoner Straßenszenen mit expressiver Energie erfasste. Was sie verband, war die Ablehnung der Idee, dass Malerei nach dem Abstrakten Expressionismus oder der Konzeptkunst überflüssig geworden sei.

 

Wirkung auf nachfolgende Künstlergenerationen

Freuds Einfluss auf jüngere Maler zeigt sich vor allem in der Rückkehr zum Körper als zentralem Bildgegenstand. Künstlerinnen wie Jenny Saville, die in den 1990er Jahren mit monumentalen Darstellungen weiblicher Körper bekannt wurde, haben Freuds Ansatz weiterentwickelt, großformatige Akte ohne Idealisierung zu malen. Saville übernahm seinen pastosen Farbauftrag und seine Aufmerksamkeit für die Materialität von Haut, setzte jedoch andere Schwerpunkte in Bezug auf Geschlecht und Körpernormen.

 

Auch Cecily Brown und die Sohn-Generation der School of London griffen auf seine Bildsprache zurück. Der Kunstmarkt bestätigte diese Wirkung. In den letzten zwei Jahrzehnten seines Lebens stiegen die Preise für Freuds Arbeiten kontinuierlich, ein Ausdruck des wachsenden Interesses an figurativer Malerei, das er mitangestoßen hatte.

 

Lucian Freud Platz in der Kunstgeschichte

Lucian Freuds Werk steht für eine Haltung, die den menschlichen Körper als unerschöpfliches Thema der Malerei begreift. In einer Epoche, die vom Existentialismus geprägt war, also von der philosophischen Frage nach der menschlichen Existenz in einer sinnentleerten Welt, gab Freud dieser Frage eine sichtbare, fleischliche Form. Seine Arbeiten öffneten den Weg für eine neue Generation figurativer Maler, die den Körper ohne Scheu und ohne Idealisierung ins Zentrum rückten.

 

Jenny Saville, Cecily Brown und Künstler wie David Dawson, sein langjähriger Assistent, führten diesen Ansatz in unterschiedliche Richtungen weiter. Freud bewies, dass die älteste Aufgabe der Malerei, einen Menschen anzuschauen und das Gesehene festzuhalten, auch im Zeitalter der Konzeptkunst nichts von ihrer Dringlichkeit verloren hatte. Lucian Freud starb am 20. Juli 2011 in London im Alter von 88 Jahren.

 

QUICK FACTS

  • 1922: Geburt in Berlin als Sohn des Architekten Ernst Freud und Enkel des Psychoanalytikers Sigmund Freud; Großvater prägte das intellektuelle Umfeld der Familie
  • 1933: Emigration der Familie nach England
  • 1939: Lucian erhielt die britische Staatsbürgerschaft
  • 1939–1943: Ausbildung an der Central School of Art, der East Anglian School of Painting and Drawing unter Cedric Morris und am Goldsmiths College in London
  • 1940er Jahre: Entstehung der linearen Frühwerke wie Girl with a Kitten und Man with a Thistle; Heirat mit Kitty Garman, Tochter des Bildhauers Jacob Epstein
  • 1950er Jahre: Stilistischer Wandel vom präzisen Linienstil zum pastosen Farbauftrag; Beginn der intensiven Freundschaft und Rivalität mit Francis Bacon in der Londoner Kunstszene
  • 1960er–1970er Jahre: Zunehmende Konzentration auf großformatige Porträts und Akte; Etablierung als zentraler Vertreter der School of London neben Bacon, Auerbach und Kossoff
  • 1980er–1990er Jahre: Internationale Retrospektiven in Tate Britain, MoMA New York und Centre Pompidou Paris; Entstehung der monumentalen Aktbilder, darunter Benefits Supervisor Sleeping (1995) mit dem Modell Sue Tilley
  • 2001: Porträt der Queen Elizabeth II. für die Royal Collection; kontroverse Rezeption in der britischen Presse
  • 2008: Benefits Supervisor Sleeping erzielt bei Christie’s 33,6 Millionen Dollar und wird zum teuersten Werk eines lebenden Künstlers
  • 2011: Tod am 20. Juli in London im Alter von 88 Jahren

Erwähnte Künstler

Lust auf mehr? Hier findest du die im Text verlinkten Vorbilder, Zeitgenossen und Nachfolger mit eigenen Kurzbiografien.

 

  • Francis Bacon – Engster Rivale und Freund innerhalb der School of London
  • Otto Dix – Neue-Sachlichkeit-Vertreter, stilistischer Einfluss auf Frühwerk
  • Christian Schad – Neue-Sachlichkeit-Maler, Parallelen zum frühen Freud
  • Rembrandt van Rijn – Vorbild für Freuds Radierungen und Selbstporträts
  • Cecily Brown – Figurative Malerei in der Nachfolge Freuds
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