Arnulf Rainer
In den späten 1940er Jahren, als Wien noch von Zerstörung gezeichnet war, verließ ein junger Mann nach wenigen Tagen die Akademie. Was die Professoren als zu radikal empfanden, wurde für Arnulf Rainer zum Ausgangspunkt einer eigenen Methode. Als Autodidakt fand er in den surrealistischen Strömungen jener Zeit eine erste Orientierung, bevor er begann, das fertige Bild nicht als Endpunkt, sondern als Rohstoff zu begreifen. In Niederösterreich aufgewachsen, früh gefördert von einem Onkel, der sein Interesse an Kunst weckte, entwickelte er über Jahrzehnte ein Werk zwischen Informel, expressiver Gestik und konzeptuellem Denken. Die Übermalung wurde sein Erkennungszeichen, doch sie war nie bloße Geste.
Wichtige Werke und Ausstellungen
Das Werk umfasst Malerei, Fingermalerei, Fotografie und grafische Arbeiten, wobei die Grenzen zwischen den Gattungen durchlässig bleiben. Wiederkehrende Themen kreisen um Identität, Vergänglichkeit und die Frage, was unter der Oberfläche eines Bildes liegt. Religiöse Symbolik steht neben Porträts, gestische Abstraktion neben dokumentarischer Grundlage. Die Haltung bleibt dabei konstant, ein Misstrauen gegenüber dem Fertigen, eine Neugier auf das, was Schichten verbergen und freigeben können.
- Vertikalfigur (um 1951) – Belvedere, Wien
- Vertikale (1963) – Artothek des Bundes / Belvedere, Wien
- Kruzifikation (1980–1983) – Petrikirche, Lübeck
- Platanenkreuz (1990) – Privatbesitz
- Jugendbildnis van Gogh (Übermalung) – Privatbesitz
- Übermalung (Sammlung Frieder Burda) – Museum Frieder Burda, Baden-Baden
- Totenmasken-Serie (1970er Jahre) – Privatbesitz
- Hiroshima-Zyklus (1980er Jahre) – Privatbesitz
Arnulf Rainers künstlerische Entwicklung
Arnulf Rainers Weg durch die Kunst liest sich weniger als geradlinige Karriere, eher als eine Abfolge von Brüchen, Verweigerungen und immer neuen Ansätzen. Vom rebellischen Kunststudenten, der nach wenigen Tagen die Akademie verließ, über den Mitbegründer einer Wiener Avantgarde-Gruppe bis zum international ausgestellten Übermalungskünstler, der sich mit Kreuz-Symbolik, Totenmasken und den Folgen von Hiroshima beschäftigte. Jede Phase seines Schaffens reagierte auf die vorherige, oft indem sie deren Grundlagen infrage stellte.
Lehrjahre und Widerstand gegen die Akademie
Rainers künstlerische Laufbahn begann ungewöhnlich und konfliktreich. Schon als Jugendlicher zeigte er großes zeichnerisches Talent, doch mit den Strukturen traditioneller Ausbildung kam er nicht zurecht. In Baden bei Wien wuchs er auf, geprägt von einem Onkel, der sein Interesse an Kunst früh förderte. Nachdem er 1944 kurzzeitig vermutlich eine Nationalpolitische Erziehungsanstalt in Niederösterreich besuchte, was ihn in seiner Ablehnung autoritärer Strukturen bestärkte, folgte der Besuch der Staatsgewerbeschule in Villach, Fachrichtung Hochbau, in Kärnten. Anschließend versuchte er, an Kunstakademien in Wien Fuß zu fassen.
Abbrüche und der Weg zum Autodidakten
Beide Studiengänge an der Hochschule für angewandte Kunst und der Akademie der bildenden Künste brach Rainer nach wenigen Tagen ab. Seine Arbeiten wurden von den Lehrern als zu radikal empfunden, als unvereinbar mit dem akademischen Kanon. Was wie ein Scheitern aussah, wurde zur Befreiung. Rainer arbeitete fortan als Autodidakt, besuchte Ausstellungen moderner Kunst und stieß Ende der 1940er Jahre auf surrealistischen Automatismus. Diese Methode, bei der das Unbewusste die Hand führt, wurde zu seiner ersten wichtigen Inspirationsquelle. In Paris traf er vermutlich 1951 auf André Breton, den Begründer des Surrealismus. Diese Begegnung bestätigte Rainers Überzeugung, dass Kunst jenseits kontrollierter Formgebung existieren kann.
Frühe Abstraktion und die Entdeckung der Zentralisation
Bevor Rainer zu seinen Übermalungen fand, durchlief er eine Phase, die oft übersehen wird, aber entscheidend für sein späteres Werk war. In seinen sogenannten Zentralisationen und Proportionen, entstanden ab etwa 1950, reduzierte er die Bildfläche auf einen zentralen Punkt oder eine Achse. Die Farbe wurde nicht über die Leinwand verteilt, sondern auf ein Zentrum hin verdichtet. Man kann sich das vorstellen wie einen Wirbel, der alles in seine Mitte zieht. Diese frühen Arbeiten legten das Fundament für die Übermalungen, denn schon hier ging es um Verdichtung und Reduktion statt um Ausbreitung.
Die Hundsgruppe und die Wiener Avantgarde
1951 gründete Rainer gemeinsam mit Ernst Fuchs und Arik Brauer die Hundsgruppe, eine lose Künstlergemeinschaft der österreichischen Avantgarde. Der Name war Programm, bewusst provokant und antibürgerlich gewählt. Die Gruppe stellte sich gegen die restaurative Kunstauffassung der Nachkriegszeit und organisierte gemeinsame Ausstellungen in Wien. Zum erweiterten Kreis gehörten auch Markus Prachensky und Anton Lehmden. Diese Avantgardisten teilten die Überzeugung, dass die österreichische Kunst einen radikalen Neuanfang brauchte.
Abgrenzung vom Wiener Aktionismus
Rainers Weg verlief parallel, aber nicht identisch zum Wiener Aktionismus, jener Bewegung, die mit Günter Brus, Otto Mühl und Hermann Nitsch den Körper zum Material der Kunst machte. Rainer teilte das Interesse am Körperlichen und am Überschreiten von Grenzen, aber sein Zugang blieb stärker an das Bild gebunden. Wo die Aktionisten den Malakt selbst zur Performance erklärten, kehrte Rainer immer wieder zur Leinwand, zur Fotografie, zum Papier zurück. Sein Körper war Werkzeug, nicht Werk. Diese Unterscheidung ist wichtig, weil sie erklärt, warum Rainers Kunst trotz aller Radikalität in der Tradition des Tafelbildes verankert blieb.
Übermalungen als künstlerisches Prinzip
Seit den frühen 1950er Jahren entwickelte Rainer jene Technik, für die er international bekannt wurde. Er begann, vorhandene Bilder zu überarbeiten und teilweise vollständig zu übermalen. Anfangs entstand diese Methode durchaus aus Materialmangel in der Nachkriegszeit. Doch schnell erkannte Rainer das konzeptuelle Potenzial darin. Ein bereits fertiges Bild zu überarbeiten bedeutete, die Idee des abgeschlossenen Kunstwerks aufzulösen.
Das Ergebnis war eine Art Palimpsest, also ein Bild, unter dessen Oberfläche ältere Schichten durchschimmern, vergleichbar mit einem mittelalterlichen Pergament, das abgeschabt und neu beschrieben wurde, aber Spuren des Früheren behielt. Rainer übermalt eigene Arbeiten, fremde Gemälde und Fotografien. Jede neue Schicht war gleichzeitig Zerstörung und Schöpfung.
Face Farces und der Körper als Ausdrucksmittel
Besonders eindrücklich zeigt sich Rainers Arbeitsweise in den sogenannten Face Farces, einer Serie von übermalten Fotoautomatenporträts, die er ab den 1960er Jahren schuf. Rainer ließ sich in Passfotoautomaten fotografieren, dabei schnitt er Grimassen, verzerrte sein Gesicht und nahm extreme Posen ein. Anschließend übermalte er diese Fotos mit Ölkreide, Tusche oder Farbe. Die Gesichter verwandelten sich in etwas zwischen Maske und Schrei.
Diese Arbeiten stehen in enger Verbindung zur Body Art, einer Kunstrichtung, die den eigenen Körper als Material und Medium begreift. Rainer nutzte seinen Körper als Ausgangspunkt, überführte ihn aber immer ins Bild. Die Body Poses, eine verwandte Serie, zeigten den ganzen Körper in ähnlich verzerrten Haltungen, übermalt und verfremdet.
Kreuzübermalungen und religiöse Symbolik
Ein Motiv durchzieht Rainers Werk über Jahrzehnte hinweg, das Kreuz. Ab den 1950er Jahren und verstärkt in den 1980er Jahren übermalte er Kruzifixe, religiöse Darstellungen und eigene Kreuzformen. Die Kruzifikation in der Petrikirche in Lübeck gehört zu den bekanntesten Beispielen. Rainer näherte sich dem Kreuz nicht als Gläubiger, der ein Andachtsbild schafft, sondern als Künstler, der das kulturelle Gewicht dieses Symbols untersucht. Die Übermalung legte sich wie ein Schleier über das Bekannte und machte es fremd. Dadurch wurden Leid und Schmerz, die im Kreuzsymbol eingeschrieben sind, auf eine andere Ebene gehoben, weg von der Illustration, hin zur reinen malerischen Geste.
Internationale Anerkennung und Professur
In den 1960er und 1970er Jahren gewann Rainer zunehmend internationale Aufmerksamkeit. Seine Arbeiten wurden auf mehreren documenta-Ausstellungen in Kassel gezeigt, ebenso auf der Biennale in Venedig und in Retrospektiven großer europäischer und amerikanischer Museen, wie etwa 1989 im Wiener Kunstforum. 1978 folgte die Verleihung des Großen Österreichischen Staatspreises für Bildende Kunst, eine der höchsten Auszeichnungen des Landes. Das Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst sowie das Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich kamen in späteren Jahren hinzu.
1981 wurde Rainer Professor an der Akademie der bildenden Künste in Wien, also an jener Institution, die ihn einst als zu radikal abgelehnt hatte. Bis 1995 leitete er dort eine Klasse und prägte eine Generation jüngerer Künstler. Seine Werke befinden sich heute im Museum of Modern Art und im Guggenheim Museum in New York, im Centre Pompidou in Paris und in zahlreichen weiteren internationalen Sammlungen.
Dialog mit der Art Brut und den Künstlern aus Gugging
Eine Werkphase, die Rainers Offenheit für Randbereiche der Kunst besonders deutlich macht, war seine Beschäftigung mit Art Brut, also mit Kunst von Menschen außerhalb des etablierten Kunstbetriebs, häufig psychisch Kranke oder gesellschaftliche Außenseiter. In der Nähe von Wien, im niederösterreichischen Klosterneuburg-Gugging, entstand in den 1980er Jahren unter dem Psychiater Leo Navratil ein Haus der Künstler, in dem Patienten wie August Walla oder Johann Hauser künstlerisch arbeiteten.
Rainer besuchte diese Künstler, sammelte ihre Werke und übermalte einige davon. Für ihn war die Kunst aus Gugging keine Kuriosität, sondern ein gleichwertiger Ausdruck, oft unmittelbarer und unverstellter als das, was in Galerien und Museen zu sehen war. Diese Haltung brachte ihm Bewunderung, aber auch Kritik ein, denn die Übermalung fremder Werke wirft die Frage auf, wo Aneignung beginnt und Wertschätzung aufhört.
Spätwerk und Rückkehr zur reinen Malerei
Ab den 1990er Jahren veränderte sich Rainers Arbeitsweise spürbar. Die Übermalungen traten in den Hintergrund, stattdessen wandte er sich zunehmend reineren malerischen Formen zu. In seinem Atelier in Oberösterreich entstanden großformatige Farbfeldarbeiten und gestische Bilder, die weniger auf die Auseinandersetzung mit vorhandenen Bildern setzten, sondern auf die Farbe und den Malakt selbst. Es war, als hätte Rainer nach Jahrzehnten des Überschreibens die leere Leinwand wiederentdeckt.
2009 wurde ihm in seinem Geburtsort Baden bei Wien das Arnulf Rainer Museum gewidmet, untergebracht im historischen Frauenbad, einem ehemaligen Badehaus aus dem 19. Jahrhundert. Diese Retrospektive seines Lebenswerks machte die verschiedenen Phasen seines Schaffens an einem Ort sichtbar. Auch das Pintorarium, ein von Rainer initiiertes Malprojekt in Traiskirchen in Niederösterreich, gehört zu seinen späteren Vorhaben.
Stilmerkmale von Arnulf Rainer
Arnulf Rainers Stil lässt sich nicht auf eine einzelne Formel bringen, denn er hat sich über sechs Jahrzehnte immer wieder verändert. Trotzdem ziehen sich bestimmte Merkmale wie ein roter Faden durch sein gesamtes Werk.
Die Übermalung als zentrale Strategie
Am deutlichsten ist die Übermalung als künstlerische Strategie. Rainer behandelte ein vorhandenes Bild nicht als unantastbares Ergebnis, sondern als Rohstoff für etwas Neues. Er übermalt Fotografien, eigene Gemälde und fremde Werke mit dichten Farbschichten, die das Ursprüngliche teilweise verdecken, teilweise durchscheinen lassen.
Eng damit verbunden ist seine expressive Gestik. Viele Arbeiten zeigen kraftvolle, schnelle Pinselstriche, die weniger auf kontrollierte Formgebung zielen als auf unmittelbaren körperlichen Ausdruck. In manchen Werkphasen arbeitete Rainer mit Fingermalerei, also direkt mit Händen oder sogar Füßen auf der Bildoberfläche, was seinen Werken eine physische Direktheit verleiht, die an die Spuren eines Handwerkers erinnert. Thematisch kreisen seine Arbeiten immer wieder um existenzielle Fragen. Die Gesichter der Face Farces, die Kreuzübermalungen, der Hiroshima-Zyklus und die Totenmasken-Serie greifen Themen wie Identität, Leid, Vergänglichkeit und Erinnerung auf.
Techniken und Materialien
Die technische Vielfalt in Arnulf Rainers Werk ist bemerkenswert, weil sie aus einer inneren Logik heraus entstand, nicht aus dem Wunsch nach Abwechslung.
Schichtung verschiedener Medien auf der Bildfläche
Rainer arbeitete mit Öl, Acryl, Ölkreide, Tusche, Bleistift und Mischtechniken, häufig auf einem einzigen Bild kombiniert. Als Bildträger dienten ihm Leinwände, Papier, Karton und vor allem Fotografien. Diese Schichtung verschiedener Medien auf einer Fläche erzeugte eine Art archäologische Tiefe. Man kann sich das vorstellen wie Sedimentschichten in einem Gestein, jede Schicht erzählt von einem anderen Moment, einer anderen Entscheidung.
Die Überzeichnungen, also das Zeichnen über bestehende Bilder, ergänzten die Übermalungen als leichteres, spontaneres Verfahren. Besonders bei den Face Farces und den Body Poses nutzte Rainer die Fotografie als Grundlage, die er anschließend mit Kreide oder Farbe bearbeitete. In den Kreuzübermalungen kamen auch Mischtechniken auf Holz zum Einsatz, was den Arbeiten eine haptische, fast skulpturale Qualität gab. Sein Umgang mit Material war pragmatisch und gleichzeitig intuitiv, getragen von dem Grundsatz, dass die Technik dem Ausdruck zu dienen hat und nicht umgekehrt.
Rainers Einfluss und Vermächtnis
Arnulf Rainers Einfluss auf die Kunst nach 1945 zeigt sich an konkreten Stellen. Seine Übermalungen führten eine Arbeitsweise ein, die das fertige Bild zum Ausgangspunkt eines neuen schöpferischen Akts machte. Diese Idee griff eine ganze Reihe jüngerer Künstler auf, darunter Maria Lassnig, die mit Rainer in den 1950er Jahren in engem Austausch stand, oder der Schweizer Künstler Markus Raetz, der ähnliche Strategien der Bildtransformation verfolgte.
Brückenschlag zwischen Informel und Konzeptkunst
Rainers Verbindung von gestischer Malerei und konzeptuellem Denken schlug eine Brücke zwischen dem Informel (jener abstrakten Nachkriegsströmung, die spontane Geste und Material über die Form stellte) und späteren Richtungen wie der Konzeptkunst. Der Tachismus, eine mit dem Informel verwandte Strömung, bei der Farbe in schnellen Tropfen und Spritzern aufgetragen wird, spielte in Rainers früher Entwicklung ebenfalls eine Rolle. Gleichzeitig bereiteten seine Face Farces und Body Poses den Boden für performative Ansätze in der Malerei, bei denen der Akt des Malens selbst zum Thema wird.
Als Lehrer an der Wiener Akademie ermutigte er seine Studierenden, Konventionen zu hinterfragen und das Experiment über die Regel zu stellen. Zahlreiche seiner Auszeichnungen, vom Großen Österreichischen Staatspreis bis zu Ehrenzeichen der Republik, spiegeln die institutionelle Anerkennung dieses Weges wider.
Arnulf Rainer Platz in der Kunstgeschichte
Arnulf Rainers Beitrag zur Kunstgeschichte liegt in der konsequenten Auflösung der Grenze zwischen Schöpfung und Zerstörung. Seine Übermalungen zeigten, dass ein Bild kein abgeschlossenes Objekt sein muss, sondern ein Prozess, der immer wieder aufgegriffen und verändert werden kann. Diese Haltung beeinflusste die Appropriation Art (eine Kunstrichtung, die bestehende Bilder bewusst übernimmt und neu kontextualisiert) und performative Malerei der 1980er und 1990er Jahre. Künstler wie Albert Oehlen und Christopher Wool griffen Rainers Idee der Überarbeitung auf, wenn auch in anderem formalen Rahmen. Arnulf Rainer lebt und arbeitet heute in Oberösterreich und blickt auf ein Werk, das die Frage, was ein Bild sein kann, grundlegend erweitert hat.
QUICK FACTS
- 1929 – Geboren am 8. Dezember in Baden bei Wien, Niederösterreich
- 1940er Jahre – Besuch der Staatsgewerbeschule in Villach (Fachrichtung Hochbau, Bundesland Kärnten); abgebrochene Studienversuche an zwei Wiener Kunstakademien; Begegnung mit surrealistischen Strömungen
- 1951 – Gründung der Hundsgruppe mit Ernst Fuchs und Arik Brauer; Treffen mit André Breton in Paris; erste Zentralisationen und Proportionen
- 1952–1960 – Beginn der Übermalungen; Entwicklung der Methode vom Materialmangel zum konzeptuellen Prinzip; erste Einzelausstellungen in Wiener Galerien
- 1960er–1970er Jahre – Face Farces und Body Poses; Teilnahme an documenta-Ausstellungen in Kassel und an der Biennale in Venedig; wachsende internationale Retrospektiven
- 1978 – Verleihung des Großen Österreichischen Staatspreises für Bildende Kunst
- 1980er Jahre – Kreuzübermalungen und Hiroshima-Zyklus; intensive Auseinandersetzung mit Art Brut und den Künstlern aus Gugging; Totenmasken-Serie
- 1981–1995 – Professur an der Akademie der bildenden Künste in Wien
- 2009 – Eröffnung des Arnulf Rainer Museum in Baden bei Wien im ehemaligen Frauenbad
- Heute – Lebt und arbeitet in Oberösterreich; Werke in internationalen Sammlungen wie MoMA, Guggenheim Museum und Centre Pompidou
Erwähnte Künstler
Lust auf mehr? Hier findest du die im Text verlinkten Vorbilder, Zeitgenossen und Nachfolger mit eigenen Kurzbiografien.
- Hermann Nitsch – Wiener Aktionist, rituelle Malaktionen
- Maria Lassnig – Enger Austausch in den 1950er Jahren, Körperbewusstseinsmalerei
- Christopher Wool – Weiterentwicklung der Bildüberschreibung in Amerika